Einen der interessantesten Brennpunkte in der Stadtentwicklungs-Diskussion stellt zweifellos das Zeughausareal dar. Aber gerade weil so viele Erwartungen in die Entwicklung dieses Areals gesteckt werden und gerade weil das Gelände einmalige Zukunftsperspektiven an zentraler Lage bietet, sollte mit Bedacht vorgegangen werden.
Für mich als Grüner ist der Fall klar. Es darf nicht gleich hier und jetzt das ganze Areal verbaut werden. Vielmehr soll die kulturelle Zwischennutzung ausgebaut beziehungsweise verlängert werden.
Dann ist zu überprüfen, ob das Zeughausareal nicht doch der geeignete Standort für ein Bildungszentrum wäre. Stellen Sie sich die neue Kantonsschule mit einer grossen Aula als Veranstaltungsort auf dem Gelände vor. Und die eine oder andere Privatschule könnte auch noch dort angesiedelt werden – sicher aber nicht im Hohfuren-Quartier.
Ob ein Tagungszentrum, wie es das Ustermer Wirtschaftsforum erträumt, auf dem Areal tatsächlich Kosten deckend betrieben werden kann, wage ich zu bezweifeln. Umso mehr als auch Wetzikon ähnliche Pläne hegt, in der Planung aber schon weiter ist.
Ich als Grüner stelle mir lieber vor, dass nicht das ganze Gelände auf einmal überbaut werden muss. Vielmehr soll ein Teil noch für Jahre oder gar Jahrzehnte als „Volkspark“ für alle zugänglich sein.
Und sicher ist auch, dass das Zeughausareal in der Zone „Öffentliche Bauten“ verbleiben muss. Die Grünen wollen dort weder überdurchschnittlich teure Wohnungen noch Gewerbebetriebe.
Darum lehne ich als Grüner den 5-Phasen-Plan des Stadtrates ab. Er engt zu sehr ein, definiert vieles schon vorentscheidend. Die grosse Chance droht zu Gunsten eines „Schnellschusses“ vertan zu werden.